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Albert-Liebmann-Schule

Hannover

Förderschule Schwerpunkt Sprache

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Albert-Liebmann-Schule

Die Albert-Liebmann-Schule ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache. Hier finden Kinder und Jugendliche mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Bereich Sprache ein schulisches Angebot.

Ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung besteht dann, wenn eine der unten aufgeführten Auffälligkeiten umfassend auftritt und/oder sich die Unsicherheiten auf mehrere Sprachebenen beziehen. Dieses trifft für die Mehrheit unser Schüler*innen zu.

  • in der Aussprache
  • in der Grammatik
  • im Wortschatz
  • in der Kommunikation
  • im Redefluss
  • im Sprachverständnis
  • in der auditiven Verarbeitung
  • in der Stimme

Einhergehend mit den sprachlichen Unsicherheiten zeigen sich oft weitere Entwicklungsbereiche unterschiedlichen Ausmaßes betroffen – Wahrnehmung, Lernen, Motorik, sozial-emotionale Entwicklung.

Kinder mit dem Unterstützungsbedarf Sprache haben häufig Schwierigkeiten, über Sprache Lerninhalte abzuspeichern. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit zu einem besonderen, fachspezifisch ausgerichteten Unterrichtskonzept.

Kinder und Jugendliche mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich Sprache finden bei uns:

  • einen Schulkindergarten
  • einen Grundschulbereich
  • einen Sekundar-I-Bereich mit der Möglichkeit zum Hauptschulabschluss nach Klasse 9, dem Sek-I Hauptschulabschluss nach Klasse 10, dem Sek-I Realschulabschluss oder dem erweiterten Sekundarabschluss

    Wir unterrichten nach den curricularen Vorgaben der Grund- und Hauptschule und verstehen uns als Übergangsschule mit möglichst früher Rückschulung an die zuständige allgemeinbildende Schule.

    Um trotz der sprachlichen Schwierigkeiten gut lernen zu können, braucht es neben dem regulären Unterrichtsangebot aber auch ein positives und vertrauensvolles Schulklima. Deshalb sind uns ein offenes und zugewandtes Miteinander und das Erleben einer „bunten“ Schulgemeinschaft besonders wichtig.

    Als Förderzentrum mit dem Schwerpunkt Sprache bieten wir zudem außerschulisch eine individuelle Beratung für den Bereich Sprache und Sprechen und die Betreuung von Schüler*innen mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in der inklusiven Versorgung (zurzeit ausschließlich SEK-I-Bereich) an.

    Unsere Leitsätze

    • Jedes Kind hat das Recht auf bestmögliche Beschulung und Förderung. Dies geschieht unter Berücksichtigung der allgemeinen Entwicklung, des speziellen Sprachstandes und des individuellen Gesamtbildes („spezial needs“).
    • Neben der Vermittlung der kognitiven Lerninhalte sollen gleichrangig das soziale Lernen und die Förderung der Kommunikationsfähigkeit im umfassenden Sinne stehen.
    • Autonomie, Kooperation und Selbstverantwortung bilden die Grundlage unseres schulischen Lebens und sind ein wesentlicher Bestandteil der schulischen Arbeit.
    • Schulgemeinschaft bedeutet, sowohl Verantwortung für uns und andere als auch gegenüber der Umwelt zu übernehmen. Schüler*innen, Eltern, Lehrkräfte und Mitarbeitende beteiligen sich aktiv an den Prozessen.
    • Die Kooperation mit außerschulischen Partnern ergänzt unsere schulische Arbeit. Dazu gehören z.B. Grundschulen, Berufsschulen, Arbeits- und Gesundheitsämter, Universitäten, kommunale soziale Dienste und therapeutische Institutionen.

    Herr Albert Liebmann

    Herr Albert Liebmann

    * 22.03.1865

    † 14.2.1934

    Mehr Informationen

    Albert Liebmann – wer war dieser Mann und was hat er getan, damit unsere Schule nach ihm benannt wurde?

    Albert Liebmann wurde am 22.03.1865 in Berlin geboren. Er lebte dort bis zu seinem Tod am 14.2.1934. 1890 wurde er als praktischer Arzt zugelassen und arbeitet als solcher bis 1894.

    Er war Schüler von Albert Gutzmann, dem Direktor der Taubstummenanstalt in Berlin.

    Von 1893 bis 1894 arbeite er als Assistent an der Poliklinik für Sprachstörungen von Dr. Hermann Gutzmann, einem Sohn von Albert Gutzmann.

    1894 – im Alter von 29 Jahren wurde er Spezialarzt für Sprachstörungen.

    2 Jahre lang (von 1894 bis 1896) leitete er gemeinsam mit Dr. Hermann Gutzmann eine Poliklinik für Sprachentwicklungsstörungen. 1896 gründete er dann eine eigene Poliklinik, wo er auch Vorlesungen über Sprachentwicklungsstörungen abhielt.

    Im Zeitraum von 1898 bis 1925 veröffentlichte er zahlreiche Bücher und Schriften über Sprachstörungen.

    Das sind erst einmal die nackten Fakten zu seinem Leben. Aber was für ein Mensch war Albert Liebmann eigentlich und welche Bedeutung hat seine Arbeit für uns heute noch?

    Dazu gibt es ein Zitat seiner Tochter Susanne, die in einem Nachwort zu einer seiner Schriften folgendes formuliert hat:

    Sie beschreibt ihren Vater als einen optimistischen Pädagogen, der sich nicht durch die Diagnose von Intelligenzquotienten als unabänderliches Urteil festlegen ließ.

    Wörtlich sagt sie: Dr. Albert Liebmann interessierte sich nicht für Werturteile. Er behandelte jeden seiner kleinen Patienten als verbesserungsfähig…“

    Und Wolfgang Metzger, der Herausgeber einer seiner Schriften, ergänzt: „Albert Liebmann muss ein heilpädagogisches Genie gewesen sein. Wenn man seine Fallberichte und Verfahrensvorschläge liest, staunt man immer wieder über seine Feinfühligkeit bei der Untersuchung, seinen Einfallsreichtum bei der Behandlung und den Optimismus, mit dem er sich den verzweifeltsten Fällen widmet und dort noch Fortschritte erzielt, wo jeder andere es nach der ersten vorläufigen Bestandsaufnahme verzweifelt aufgegeben hätte.

    Er weiß auch dort noch Angriffspunkte für eine erfolgreiche Förderung zu finden, wo man nach gebräuchlichen Untersuchungsverfahren jede Fördermöglichkeit verneint hätte.“

    Kooperationen und Auszeichnungen

    Aktuelles

    Aktuelle Informationen und Neuigkeiten unserer Schüler:

    Grüße aus Simbabwe

    Unsere Partnerschule, die Dombwe Primary School in Simbabwe, hat unser Spendengeld erhalten und das gesamte Geld für den Bau eines...

    Herzlich Willkommen neue Schulkinder

    Am letzten Samstag wurden 2 neue Schulkindergartenklassen und 4 erste Klassen in die Albert-Liebmann-Schule eingeschult. Die Halle war...

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