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Berufliche Bildung

Berufsberatung

Um die Schüler*innen in der Berufswahl bestmöglich zu unterstützen, findet seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit zwischen der Albert-Liebmann-Schule und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Agentur für Arbeit statt.

Gemeinsam mit Schüler*innen, Eltern und Lehrkräften soll so der Übergang von der Schule in die Ausbildung und die Berufsschule erleichtert werden.

In der 8. Klasse wird daher bereits ein Besuch des Berufsinformationszentrums angeboten, sodass die Schüler*innen sich einen ersten Überblick über die verschiedenen Berufs- und Ausbildungsbereiche verschaffen können.

Die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung bezüglich der für sie interessanten Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten, aber auch die Suche nach Stärken (z. B. auch über die Teilnahme an FinduS) sind ein wichtiger Bestandteil in Klasse 8.

In den Klassen 9 und 10 findet dann eine individuelle Berufsberatung statt, der ein „Eignungstest“ (berufspsychologische Begutachtung) in der Agentur für Arbeit vorausgeht. Somit können individuelle Stärken, Interessen und Förderbedürfnisse ermittelt und die Schüler*innen weitergehend beraten werden.

Berufsorientierte Praxisprojekte

In der Albert-Liebmann-Schule beginnt die Berufsorientierung ab der Klasse 7. Viele einzelne Bausteine bilden bis Klasse 10 ein umfangreiches Angebot, das euch helfen wird, sich für einen Beruf vorzubereiten.

Seit dem Schuljahr 2020/21 ist nun auch ein besonderes Berufsorientierungsprojekt fest im Lehrplan der Albert-Liebmann-Schule vorgesehen und wird jahrgangsübergreifend in den Jahrgängen 8/9 durchgeführt. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Praxisprojekte bei fünf Schulklassen, so dass sich maximal acht Schüler*innen jeweils in einem Projekt befinden.

Ihr möchtet wissen, welche Projekte es gibt?

Und so läuft das Projekt ab:

Jede Woche wird fünf Stunden in einem Projekt gearbeitet, welches berufliche Orientierung, Praxis und Theorie verbindet.

Für diese Projekte bewerbt ihr euch und werdet in einem Bewerbungsgespräch ausgewählt.

In den Projekten lernt ihr zuerst einige wichtigen Arbeiten. Außerdem lernt ihr, was in dem Projekt wichtig sein wird, z.B.: Ausdauer, Sorgfalt, Teamarbeit, eine gute Planung, Verantwortung und vieles mehr.

Nach und nach übernehmt ihr immer mehr Verantwortung und dürft eure Arbeit planen und möglichst eigenständig durchführen, fast so als arbeitet ihr in einer kleinen Firma.  Aber die Arbeit ist nicht nur praktisch, ihr lernt auch viel Theorie. Weil ihr selbst planen und organisieren müsst, lernt ihr dabei viele Dinge aus den Bereichen Deutsch Wirtschaft und Wert und Normen. Hier erhaltet ihr auch Noten für die Fächer.

Theorie und Praxis passen immer zusammen, ihr müsst keine künstlichen Übungseinheiten bearbeiten, sondern ihr bearbeitet solche Aufgaben, die für das Projekt wichtig sind. Zum Beispiel kann es wichtig sein, Berichte zu schreiben, einer Firma einen Brief zu schreiben oder zu lernen, wie man ein Protokoll macht. Ihr lernt also alle die Inhalte, die ihr auch später in Klasse 9 für die Prüfung braucht.

Anmerkung: Aufgrund der Pandemie mussten die Projekte 2020/2021 auf einen Jahrgang beschränkt werden. Wir hoffen im Schuljahr 2021/022 wieder in beiden Jahrgängen arbeiten zu können.

Die Informationen reichen euch noch nicht?

Dann gibt es hier unsere Fachartikel zum Thema:

Berufswahlpass

Die Lehrerinnen und Lehrer führen einen Berufswahlpass für jeden Schüler und jede Schülerin, der ihnen zusammen mit dem Abschluss- bzw. Abgangszeugnis übergeben wird. Im Berufswahlpass sind alle Praktika, Praxistage und berufsbegleitenden Maßnahmen der Klassen 7-10 tabellarisch aufgelistet.

Berufswahlpass (Beispiel):

Sozialpraktikum als Erzieher / Altenpfleger

Tage (inklusive Vor- & Nachbereitung): 15

Betriebspraktikum 1 als

Tage (inklusive Vor- & Nachbereitung): 15

Betriebspraktikum 2 als

Tage (inklusive Vor- & Nachbereitung): 15

Schulinterne berufsorientierende Projekte (Müslidienst, Schülerselbstversorgung)

Wo?: Müsli-Dienst & Brötchen-Verkauf / Schülerselbstversorgung

Wann?: Klasse 7, Klasse 8-10

Tage (inklusive Vor- & Nachbereitung): 8, 34

Berufsinformationsbörsen/ Ausbildungsmärkte

Unterrichtsverbund BBS

Wo?: z. B. BBS 3 Bau

Tage (inklusive Vor- & Nachbereitung): Insgesamt ca. 15

Betriebsbesichtigungen

Wo?: z. B. Madsack-Medienagentur

Wann?: 17.12.2015

Tage (inklusive Vor- & Nachbereitung): 1

Zukunftstage

Besuche im BIZ

Tage (inklusive Vor- & Nachbereitung): 1

Berufsberatungen durch die Agentur für Arbeit

Tage (inklusive Vor- & Nachbereitung): 3

Seminar zur Berufsvorbereitung & Lebensplanung

Wo?: z. B. Einbeck „fit for life“

Tage (inklusive Vor- & Nachbereitung): 8

Berufsvorbereitung im Rahmen des Deutsch- & Wirtschaftsunterrichts (Eigene Interessen/ Stärken/ Schwächen, Berufswahl, Tagesberichte/ Vorgangsbeschreibungen, Schriftl. Bewerbungen, Vorstellungsgespräche

Tage (inklusive Vor- & Nachbereitung): 10

Schülerselbstversorgung

Die Schülerselbstversorgung wurde 1999 ins Leben gerufen.

Ziel dieses lehrplanübergreifenden Unterrichts ist es, der gesamten Schülerschaft der Albert-Liebmann-Schule in der ersten Pause eine Müsliauswahl und zur Mittagszeit eine warme Mahlzeit zur Verfügung zu stellen. Diese Mahlzeiten werden von Schüler*innen ab Klasse 7 hergestellt. Da viele Schüler*innen ohne Frühstück oder Pausenbrot in die Schule kommen, finden die Angebote eine gute Nachfrage.

Das zweite Ziel der Schülerselbstversorgung definiert sich aus dem Fach Arbeit-Wirtschaft-Technik und stellt die Kostenkalkulation sowie die Zeit und Organisationsplanung in den Vordergrund. Dabei wird das Wissen im kaufmännisch-mathematischen Bereich um die Planung und Berechnung von Mengen der jeweiligen Mahlzeiten erweitert.

Außerdem werden eine attraktive und ansprechende Präsentation der Gerichte in Form von Plakaten und ein ansprechendes Verhalten bei der Essensausgabe erwartet.

Der sprachheilpädagogische Aspekt dieses Unterrichts zeigt sich am deutlichsten in der Erarbeitung der Kochrezepte (Textverstehen, Sprachverständnis), in kommunikationsfördernden Arbeitsprozessen in den Kleingruppen der Küchenkojen und bei den Verkaufsgesprächen der Essensausgabe.

Darüber hinaus verfolgt die Schule mit dieser Gestaltung des Hauswirtschaftsunterrichts die schrittweise Heranführung der Schüler*innen an den Berufsalltag in Form der schuleigenen Praxistage, die in den Kerncurricula der Hauptschule gefordert werden.